Wir erleben gerade die schlimmste globale Gesundheitskrise der letzten Jahrzehnte. All die Ärzt*innen, Pfleger*innen und vielen anderen Menschen, die sich gerade mit viel Einsatz und persönlichen Risiko um Betroffene kümmern, verdienen unseren Dank und unsere Anerkennung. Vor allem verdienen sie aber auch unsere politische Solidarität. Um diese Krise möglichst gut zu überstehen, müssen wir ihnen und der Wissenschaft  jetzt zuhören, ihre Perspektiven sichtbar machen und ihre Forderungen an die Politik stärken. Spätestens jetzt spüren wir alle, dass es auf die Beschäftigten im Gesundheitswesen ankommt und dass sie viel zu lange alleine gelassen wurden. Unter dem Dogma der Wettbewerbsfähigkeit wurde in den letzten 30 Jahren im Gesundheitswesen massiv gespart, was zu Personalmangel, Krankenhausschließungen und niedrigen Löhnen geführt hat. 

Aus: JW Ausgabe vom 04.03.2020, Seite 10 / Feuilleton

Ernesto Cardenal: Priester, Sandinist, Kulturminister

Und obendrein des Marxismus »beschuldigt«: Nachruf auf den Dichter und Befreiungstheologen Ernesto Cardenal

Von Gerhard Feldbauer

Oswaldo Rivas/REUTERS

»Beiträge zur Weltliteratur«: Ernesto Cardenal auf einem Literaturfestival in Granada, Nicaragua, Februar 2010

Als führender Repräsentant der Befreiungstheologie unterstützte der nicaraguanische Priester und Schriftsteller Ernesto Cardenal in den 70er Jahren die sandinistische Bewegung im Kampf gegen die Somoza-Diktatur und übernahm nach deren Sturz 1979 in der Regierung von Daniel Ortega das Amt des Kulturministers. Am Sonntag ist er im Alter von 95 Jahren verstorben. Obwohl Cardenal sich 1994 von der Partei der Sandinisten, FSLN, abwandte und scharfe Kritik an Präsident Ortega übte, lässt dieser in einer dreitägigen Staatstrauer den Toten und sein Vermächtnis ehren.

 

Mark Rosendahl DGB

"Mit Nazis kann man nicht reden, weil es keine Grundlage für ein Gespräch gibt. Wir wollen eine solidarische, offene Gesellschaft, die AfD das Gegenteil. Deshalb haben wir heute in Marl gemeinsam mit den demokratischen Parteien, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Ruhrfestspielen und der DGB-Jugend für Demokratie und Vielfalt, gegen die Politik der AfD demonstriert.". Du kannst entscheiden, ob du das zu deiner Chronik hinzufügen möchtest.

Mark hat geschrieben: „Mit Nazis kann man nicht reden, weil es keine Grundlage für ein Gespräch gibt. Wir wollen eine solidarische, offene Gesellschaft, die AfD das Gegenteil. Deshalb haben wir heute in Marl gemeinsam mit den demokratischen Parteien, Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Ruhrfestspielen und der DGB-Jugend für Demokratie und Vielfalt, gegen die Politik der AfD demonstriert.“

Quelle: Facebook

Von Tilo Gräser, 27.1.2020

Die Eltern von Moshe Zuckermann haben die Judenvernichtung in Europa, den Holocaust bzw. die Shoah, überlebt. Der Sohn ist ein renommierter Historiker und Philosoph und gehört zu den deutlichsten jüdischen Kritikern der israelischen Politik. Im Interview spricht er über das Gedenken und erklärt, warum er Israel kritisiert.

Professor Zuckermann, was bedeutet für Sie als Sohn von Überlebenden des KZ Auschwitz dieser Tag, der an die Befreiung des KZ 1945 durch die Rote Armee erinnert? Wie haben Sie das als Kind erfahren, was Ihre Eltern erleben und erleiden mussten?

Fotograf: T.Schmidt 

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Es kamen sehr viele Menschen zur Kundgebung gegen den AfD-Landesparteitag
NRW in Marl. Ab 8 Uhr morgen strömten immer neue Gruppen von
Demontrationsmenschen mit vielen kreativen selbst gebastelten
Transparenten die Treppen vom Bahnhof Marl-Sinsen hinab und links herum
die wenigen hundert Meter zum Kundgebungsort. Der DGB Emscher-Lippe mit
dem Vorsitzenden Mark Rosendahl hatten dazu aufgerufen, sehr viele weitere
Gruppen schlossen sich diesem Aufruf an. Als erste hatte die Satire-Partei
"Die Partei" eine Kundgebung offiziell angemeldet und sie zogen - leider -
neben der DGB-Kundgebung ihre Veranstaltung durch. Nimmt man alle Menschen
zusammen, so waren rund 1.000 Menschen auf den Beinen.